Geschichte

Die heutige Kasinogesellschaft wurde als Abendgesellschaft von 111 Melsunger Bürgern zur Förderung des gesellschaftlichen Lebens in Melsungen am 13. November 1823 gegründet. Erste Zusammenkünfte, die leider nicht exakt dokumentiert sind, sollen jedoch schon fünf Jahre vorher stattgefunden haben.

Bereits 14 Jahre später begann der Verein mit dem Ankauf von Grundstücken und der Errichtung eines recht großzügigen Gebäudes im klassizistischen Stil für Begegnungen und Festlichkeiten. Dieses repräsentative Veranstaltungshaus für die Melsunger Bürgerschaft wurde „Casino“ genannt.

Ab dem Jahr 1935 diente dieses Gebäude zwangsweise zunächst der Deutschen Arbeitsfront, während des Krieges als Lazarett und danach als Unterkunft für die Spruchkammer und als Amerikahaus. Während dieser Zeit gab es für den Verein keine Erträge und nur die Amerikaner versetzten das Haus nach dem Verlassen wieder in einen ordentlichen Zustand.

Bald nach Kriegsende bekundete der Magistrat der Stadt Interesse am Erwerb des Kasinogebäudes. Jedoch erst 1971 beschlossen die Mitglieder der Kasinogesellschaft, Grundstück mit Gebäude zu einem Vorzugspreis an die Stadt Melsungen zu veräußern, verbunden mit der Zusage, dass aus dem „alten Casino“ eine neue Stadthalle entstehen solle.

Aufnahmemittteilung aus dem Jahr 1926

Aufnahmeantrag
aus dem Jahr 1863